QR-Code im Unternehmen einsetzen: Ein praktischer Leitfaden
Wo und wie Unternehmen QR-Codes nutzen: Speisekarten, Karten, Plakate, Produktetiketten und Bewertungen, dazu Messung, Druckkontrast und häufige Fehler.
rabbitclip-TeamVeröffentlicht: 6 Min. Lesezeit
Kurz gesagt
Ein QR-Code ist ein zweidimensionaler Code, der, von einer Handykamera gelesen, den Nutzer zu einer bestimmten Webseite, einer Telefonnummer oder einem Text führt. Sein Wert für ein Unternehmen liegt darin, dass er eine gedruckte Fläche wie Speisekarte, Plakat, Visitenkarte oder Produktetikett mit einem einzigen Scan mit einer Handlung auf dem Bildschirm verbindet. Am richtigen Ort muss der Kunde keine Adresse eintippen; am falschen Ort ist er nur ein Quadrat, das niemand scannt.
Der Code selbst ist kein Marketinginstrument. Er ist ein Träger für einen Link. Ob er wirkt, hängt davon ab, wo der Code platziert ist, was die Person nach dem Scannen sieht und ob das Ergebnis gemessen wird.
Im Folgenden finden Sie die Orte, an denen QR-Codes am besten funktionieren, wie man sie misst, worauf es im Druck ankommt, die häufigen Fehler und wann ein Code überflüssig ist.
Wo funktionieren QR-Codes in einem Unternehmen?
Am besten funktionieren sie dort, wo der Kunde ohnehin das Handy in der Hand hat oder neugierig auf etwas ist: die Speisekarte auf dem Tisch eines Restaurants oder Cafés, die Detailseite auf dem Etikett eines Produkts im Handel, der Kontaktlink auf der Karte oder dem Fahrzeug eines Dienstleisters, der Bewertungslink an der Kasse. Gemeinsam ist diesen Orten, dass der Kunde in diesem Moment eine kurze, klare Aufgabe hat.
Vorsicht ist bei Plakaten und Schaufenstern geboten, die aus der Ferne gelesen werden. Zum Scannen muss man näher herantreten, und Vorbeigehende bleiben selten stehen. Setzen Sie auf einer solchen Fläche immer eine kurze Zeile neben den Code, die sagt, warum sich das Scannen lohnt.
- Eine Tischkarte oder Leistungsliste
- Visitenkarten, Flyer und Kontaktlinks auf Fahrzeugen
- Produktetiketten und Verpackungen mit einer Anwendungs- oder Pflegeseite
- Ein Bewertungslink in der Nähe der Kasse
- Eine Anmelde- oder Programmseite am Eingang einer Veranstaltung
Wie erstellt man einen QR-Code?
Legen Sie zuerst die Adresse fest, auf die der Code zeigen soll, und prüfen Sie, dass sie sich auf dem Handy wirklich einwandfrei öffnet. Erstellen Sie dann mit einem QR-Code-Generator den Code für diese Adresse und speichern Sie das Bild in hoher Auflösung, am besten als Vektorgrafik. Auf unserer Website finden Sie dafür einen kostenlosen QR-Code-Generator und einen UTM-Generator, der ein Kampagnen-Tag hinzufügt.
Eine Unterscheidung ist wichtig: statische gegenüber dynamischen Codes. Bei einem statischen Code steht die Adresse im Code selbst, sodass sie sich nach dem Druck nicht mehr ändern lässt. Ein dynamischer Code läuft über einen Weiterleitungsdienst, der die Menschen an die von Ihnen gewählte Adresse schickt; die Adresse lässt sich später ändern und die Scans lassen sich zählen. Stellt dieser Dienst jedoch den Betrieb ein oder wird kostenpflichtig und das Abonnement endet, funktioniert jeder gedruckte Code nicht mehr. Wenn Sie sich für dynamisch entscheiden, klären Sie vor dem Druck, wie lange der Dienst bestehen wird und wem der Code gehört.
Wie misst man QR-Code-Scans?
Zum Messen fügen Sie der Adresse, auf die der Code zeigt, ein Kampagnen-Tag (UTM) hinzu. In Ihrer Web-Analyse sehen Sie dann, ob ein Besucher über den Code auf der Speisekarte oder über den Code auf der Visitenkarte kam. Geben Sie jeder Fläche ihr eigenes Tag; drucken Sie überall dieselbe Adresse, erfahren Sie nie, welche funktioniert hat.
Legen Sie ein Benennungsmuster im Voraus fest: Schreiben Sie die Fläche als Quelle, qr als Medium und den Zeitraum oder Zweck als Kampagne, und halten Sie die Groß- und Kleinschreibung konstant. Sonst erscheint dieselbe Quelle in einem Bericht als drei getrennte Zeilen. Auf die Benennungsregeln gehen wir in einem eigenen Beitrag ausführlicher ein.
Worauf sollten Sie beim Drucken achten?
Die Lesbarkeit beruht auf drei Dingen: Größe, Kontrast und ein freier Rand. Der Code muss für den Leseabstand groß genug gedruckt werden; ein Code, der vom Tisch gelesen wird, kann nicht dieselbe Größe haben wie einer, der von der Wand gelesen wird. Drucken Sie ein dunkles Muster auf hellem Grund, mit starkem Unterschied zwischen beiden. Ein helles Muster auf dunklem Grund oder ein invertierter Code wird von manchen Handys womöglich nicht gelesen.
Lassen Sie den leeren Rand um den Code unberührt; kein Text, keine Linie und kein Bild sollte in diesen Bereich reichen. Soll der Code auf eine glänzende, gewölbte oder knitternde Fläche, testen Sie ihn vor dem Druck mit mehreren verschiedenen Handys in der echten Umgebung. Ein Logo in der Mitte ist möglich, aber erst nach einem Lesetest und in einfacher Form.
- Den Code für den Leseabstand groß genug drucken
- Ein dunkles Muster auf hellem Grund mit starkem Kontrast verwenden
- Den freien Rand um den Code nicht verdecken
- Vor dem Druck auf der echten Fläche mit verschiedenen Handys testen
Was sind die häufigsten Fehler bei QR-Codes?
Der häufigste Fehler ist, den Code auf eine Seite zu schicken, die für den Desktop gemacht wurde und sich auf dem Handy schlecht öffnet. Eine Seite, die langsam lädt, winzigen Text hat und voller Fenster ist, die sich nicht schließen lassen, verliert den Kunden nach dem Scan. Das Ziel muss für das Handy gestaltet sein und schon auf dem ersten Bildschirm zeigen, was der Code versprochen hat.
Der zweite Fehler ist, neben den Code keine Erklärung zu setzen. Eine einzige Zeile wie «Scannen für die Speisekarte» oder «Hinterlassen Sie uns eine Bewertung» sagt den Menschen, warum sie scannen sollen. Der dritte Fehler ist, das Ziel später zu entfernen oder zu verschieben: Ein gedruckter Code führt auf eine Fehlerseite, wenn die Adresse nicht mehr existiert. Lassen Sie eine Weiterleitung bestehen.
Der vierte Fehler ist eine schlechte Anlage bei der Bitte um Bewertungen. Nur zufrieden wirkende Kunden auszuwählen oder für eine Bewertung etwas anzubieten, kann gegen die Regeln der Bewertungsplattform verstoßen. Lesen Sie die Regeln auf der Plattform selbst, und fragen Sie bei jedem Code, der Kundendaten erhebt, einen Rechtsanwalt zu den Datenschutzhinweisen.
Wann ist ein QR-Code überflüssig oder die falsche Wahl?
Ist die Information so einfach, dass der Kunde kein Handy bräuchte, etwa eine einzeilige Adresse, lassen Sie den Code weg und schreiben Sie die Information aus. Ein kurzer, einprägsamer Domainname ersetzt oft einen Code. Sind Ihre Kunden weit entfernt von der Handynutzung, zum Beispiel an einem Ort mit älterem Publikum, machen Sie den Code nicht zur einzigen Möglichkeit; halten Sie eine gedruckte Alternative bereit.
Vorsicht auch dort, wo die Verbindung schwach ist. In einem Keller, einer Messehalle oder jedem Bereich, in dem das Signal abbricht, wird der Code gescannt, aber die Seite öffnet sich nicht. Stellen Sie an solchen Orten entweder eine gedruckte Möglichkeit daneben oder verzichten Sie ganz auf einen Code.
Ein QR-Code funktioniert, wenn er auf der richtigen Fläche sitzt, auf eine schnell öffnende Seite führt und gemessen werden kann. Wenn Sie festlegen, wohin er kommt, was Sie messen und was Sie vor dem Druck testen, wird dieses kleine Quadrat zu einer echten Verbindung. Wenn Sie gemeinsam überlegen möchten, welche Flächen und welches Vorgehen zu Ihrem Unternehmen passen, können Sie ein Erstgespräch mit rabbitclip vereinbaren.
Häufige Fragen
Wie erstelle ich einen QR-Code?
Legen Sie die Adresse fest, auf die er zeigen soll, erstellen Sie den Code mit einem QR-Code-Generator und speichern Sie ihn in hoher Auflösung. Scannen Sie ihn vor dem Druck mit verschiedenen Handys und prüfen Sie, ob sich die Adresse einwandfrei öffnet.
Was ist der Unterschied zwischen statischen und dynamischen QR-Codes?
Ein statischer Code trägt die Adresse in sich und ändert sich nie. Ein dynamischer Code läuft über einen Weiterleitungsdienst, sodass sich die Adresse später ändern und die Scans zählen lassen, doch wenn der Dienst endet, funktionieren auch die gedruckten Codes nicht mehr.
Woher weiß ich, ob ein QR-Code funktioniert?
Fügen Sie der Adresse für jede Fläche ein eigenes Kampagnen-Tag (UTM) hinzu. Ihre Web-Analyse zeigt dann, wie viele Besucher über welche Fläche kamen.
Wie groß sollte ich einen QR-Code drucken?
Das hängt vom Leseabstand ab: Ein Code, der aus der Nähe gelesen wird, kann klein sein, einer, der aus der Ferne gelesen wird, muss größer sein. Die genaue Größe finden Sie durch einen Test auf der echten Fläche mit echten Handys.
