Interne Verlinkung: Welche Seite verlinkt auf welche
Interne Links zeigen Besuchern und Google, welche Seiten am wichtigsten sind. Ein praktischer Rahmen für Struktur und Ankertext, der wirklich hilft.
rabbitclip-TeamVeröffentlicht: 4 Min. Lesezeit
Kurz gesagt
Ein interner Link führt von einer Seite einer Website zu einer anderen und erfüllt zwei Aufgaben zugleich: Er schickt Besucher zu verwandtem Inhalt, und er zeigt Google, welche Seiten zusammenhängen und welche mehr Gewicht trägt. Googles eigener Search-Central-Leitfaden weist darauf hin, dass eine Website mit klarer Linkstruktur einem Crawler die Arbeit erleichtert und die Entdeckung wichtiger Seiten beschleunigt.
Auf den meisten Unternehmensseiten verteilen sich Links eher zufällig: eine Handvoll im Hauptmenü, dieselbe Handvoll noch einmal im Footer, keine einzige im eigentlichen Inhalt. Eine Strategie bedeutet einfach, diese Verteilung bewusst zu gestalten.
Warum beeinflusst interne Verlinkung überhaupt das Ranking?
Eine Seite, die von vielen anderen Stellen der Website Links erhält, liest Google als relativ wichtigen Teil dieser Website. Eine Seite mit wenigen Links wird, selbst wenn sie existiert, von einem Crawler später entdeckt oder als Nebensache der Website behandelt.
Das sollte nicht mit Backlinks von anderen Websites verwechselt werden; interne Verlinkung liegt vollständig in der eigenen Hand, keine Kontaktaufnahme oder Partnerschaft nötig. Es ist einer der am schnellsten zu behebenden Bereiche des SEO.
Welche Seite sollte auf welche verlinken?
Die Grundregel ist der Aufbau einer Hierarchie von oben nach unten: Die Startseite verlinkt zu Dienstleistungskategorien, Kategorieseiten verlinken zu Unterdienstleistungen oder Produkten, Blogbeiträge verlinken zur passenden Dienstleistungsseite. Eine Dienstleistungsseite sollte sich nie in sich selbst geschlossen anfühlen; sie sollte den Besucher zum natürlichen nächsten Schritt führen.
Es funktioniert auch umgekehrt: Ein Blogbeitrag verlinkt zu einer Dienstleistung, und diese Dienstleistungsseite verlinkt zurück zu den passenden Beiträgen. Auf der Website eines Arbeitsbekleidungsherstellers verstärken sich ein Beitrag zur Wahl der richtigen Winterarbeitskleidung und die Produktkategorie gegenseitig, wenn beide aufeinander verlinken.
Wie sollte Ankertext geschrieben werden?
Der Ankertext ist der klickbare Teil eines Links und teilt Google mit, zu welcher Seite und zu welchem Thema er führt. Allgemeine Formulierungen wie hier klicken oder mehr lesen tragen diese Information gar nicht; ein kurzer Ausdruck, der das eigentliche Thema nennt, tut es.
Übertreiben schadet ebenso: Denselben langen Suchbegriff bei jedem Link exakt zu wiederholen, wirkt unnatürlich. Das Ziel ist, dass auch ein menschlicher Leser erraten kann, wohin der Link führt.
- Gut: siehe den Ratgeber zur Pflege von Büromöbeln.
- Schwach: hier klicken für mehr dazu.
- Übertrieben: Büromöbel Pflege Büromöbel Reinigung Büromöbel Reparatur.
Wie viele Klicks entfernt sollte eine Seite liegen?
Als Faustregel sollte jede wichtige Seite innerhalb von drei Klicks von der Startseite liegen. Eine Seite, die fünf oder sechs Menüschritte braucht, wirkt sowohl für Besucher als auch für einen Crawler wie ein Nebenschauplatz der Website.
Auf der Website einer Spa-Kette verbesserte es sowohl die Conversion als auch die Geschwindigkeit der Indexierung neuer Seiten, dass die Buchungsseite jeder Filiale innerhalb von zwei Klicks von der Startseite blieb; diese Distanz lässt sich nicht nur über das Menü, sondern auch über Links innerhalb des Inhalts verkürzen.
Was ist eine verwaiste Seite, und wie findet man sie?
Eine verwaiste Seite ist eine, auf die keine andere Seite der Website verlinkt; sie kann in der Sitemap stehen, doch es führt kein Weg über die normale Navigation dorthin. Das passiert häufig bei alten Kampagnenseiten, vergessenen Blogbeiträgen oder neuen Seiten, deren Verlinkung während der Entwicklung vergessen wurde.
Seiten mit wenig Traffic, die im Bericht zur Seitenindexierung der Search Console als entdeckt, aber derzeit nicht indexiert erscheinen, sollten unter diesem Verdacht geprüft werden; die Lösung ist selten kompliziert, oft reicht ein einziger Link von einer passenden Seite.
Wie führt man eine einfache Linkprüfung durch?
Für eine kleine Website lässt sich eine manuelle Prüfung in dieser festen Reihenfolge durchführen.
- Die zehn Seiten mit dem meisten Traffic auflisten und prüfen, wie viele interne Links jede erhält.
- Wichtige Seiten mit wenigen Links markieren, etwa eine neue Dienstleistung oder ein margenstarkes Produkt.
- Drei bis fünf verwandte Seiten finden, die auf natürliche Weise dorthin verlinken könnten.
- Für jeden Link einen eigenen Ankertext schreiben, der das Thema benennt, ohne sich zu wiederholen.
- Drei Monate später Impressionen und Klicks derselben Seiten in der Search Console vergleichen.
Interne Verlinkung ist ein SEO-Hebel, der von niemand anderem abhängt, er liegt vollständig in der eigenen Hand. Richtig aufgebaut führt er Besucher und sagt Google zugleich, welche Seite Aufmerksamkeit verdient. Ein kurzes Erstgespräch mit rabbitclip reicht aus, um zu sehen, wo die Linkstruktur einer bestehenden Website Schwächen zeigt.
Häufige Fragen
Wie schnell wirkt sich interne Verlinkung auf das Ranking aus?
Es gibt keinen festen Zeitrahmen; Änderungen zeigen sich meist innerhalb weniger Wochen in den Impressionen und Klicks der Search Console.
Wie viele interne Links braucht eine Seite?
Es gibt keine feste Zahl; wichtig ist, dass die Seite über mindestens einen natürlichen Weg sowohl aus der Hauptnavigation als auch aus verwandtem Inhalt erreichbar bleibt.
Reichen Links im Menü allein aus?
Nein; das Menü trägt nur eine feste Handvoll Seiten, die eigentliche Stärke liegt in Links innerhalb des Inhalts, von einem Beitrag zu einer Dienstleistung, von einer Dienstleistung zurück zu passenden Beiträgen.
Schadet Keyword-Wiederholung im Ankertext?
Denselben langen Ausdruck jedes Mal exakt zu wiederholen wirkt unnatürlich; abwechslungsreicher Ankertext, der das Thema unterschiedlich beschreibt, funktioniert besser.
