Klickrate (CTR)
Kurzdefinition
Die Klickrate (CTR) misst den Anteil der Personen, die eine Anzeige oder einen Link sehen und darauf klicken.
Die CTR ergibt sich aus der Zahl der Klicks geteilt durch die Zahl der Impressionen und zeigt, wie stark eine Überschrift, ein Anzeigentext oder eine Meta-Beschreibung Interesse weckt. Sie wird in Suchergebnissen, Display-Anzeigen und E-Mail-Betreffzeilen nach derselben Logik gemessen. Eine gute Position in den Suchergebnissen hebt die CTR, reicht aber allein nicht aus; eine schwache Überschrift wird selbst an erster Stelle übersehen.
Eine niedrige CTR kann bedeuten, dass die Botschaft nicht zur Zielgruppe passt oder dass die Sichtbarkeit durch die Platzierung begrenzt ist. Auf Plattformen wie Google Ads fließt die CTR in den Qualitätsfaktor ein und wirkt sich dadurch mittelbar auf den Preis pro Klick aus. Bei gleicher Impressionszahl bedeutet eine höhere CTR, dass das Werbebudget mit weniger Ausgaben mehr Menschen erreicht.
CTR und Konversionsrate werden verwechselt: Die CTR misst das geweckte Interesse, die Konversionsrate misst, ob dieses Interesse zu einem Ergebnis führt. Eine hohe CTR bei niedriger Konversion weist auf eine Lücke zwischen Angebot und Seite hin.
Warum es wichtig ist
Ist die CTR niedrig, wird ein Großteil des Werbebudgets ungesehen verbraucht; mehr Budget ohne bessere Botschaft oder Überschrift verschärft nur das Problem. Wegen ihres Einflusses auf Position und Qualitätsfaktor gilt sie als frühes Warnsignal.
Beispielszenario
Als eine Spa-Kette in ihrer Suchanzeige statt des Preises die einfache Terminbuchung betonte, stieg die Klickrate bei gleichem Budget spürbar, und der Preis pro Klick sank.
