Kosten einer mobilen App: Faktoren und Angebot richtig lesen
Die Kosten einer mobilen App hängen von Umfang, Plattform, Serverseite, Anbindungen und Pflege ab. So lesen Sie ein App-Angebot ohne Überraschungen.
rabbitclip-TeamVeröffentlicht: 5 Min. Lesezeit
Kurz gesagt
Die Kosten einer mobilen App ergeben sich aus der Zahl und Komplexität der Funktionen, den angepeilten Plattformen, dem Umfang der Serverseite, der Zahl der angebundenen Systeme, der Tiefe des Designs und dem, was nach dem Start an Pflege erwartet wird. Deshalb können zwei Apps, die auf dem Bildschirm ähnlich aussehen, in den Kosten stark voneinander abweichen. Wir nennen hier bewusst keine Beträge, denn ein Betrag bedeutet erst etwas, wenn der Umfang feststeht. Im Folgenden geht es um die Faktoren und darum, wie man ein Angebot liest.
Unternehmen, die mehrere Angebote einholen, sehen oft nicht, woher der Unterschied kommt. Ein Anbieter zählt Bildschirme, ein anderer rechnet auch die Serverseite ein, ein dritter erwähnt die Pflege nie. Angebote werden nicht durch die Endsumme vergleichbar, sondern dadurch, dass jedes dieselben Fragen beantwortet hat.
Welche Faktoren bestimmen die App-Kosten am stärksten?
Die Kosten sind ungefähr die Summe aus dem Aufwand, der geleistet werden muss, und dem Risiko, das übernommen wird. Der Aufwand ergibt sich aus Zahl und Schwierigkeit der Funktionen, das Risiko aus den Daten, die die App hält, und den Systemen, mit denen sie verbunden ist. Eine App, die Zahlungen annimmt oder personenbezogene Daten speichert, muss weit sorgfältiger gebaut werden als eine, die nur Informationen anzeigt.
Die folgenden Faktoren stehen hinter fast jedem Angebot. Wenn Sie sie für Ihre eigene Idee beantworten können, vergleichen Sie eingehende Angebote viel klarer.
- Zahl und Komplexität der Funktionen: Anmeldung, Zahlung, Karten, Nachrichten, Benachrichtigungen
- Zielplattformen und der gewählte Entwicklungsansatz
- Die Serverseite: Datenbank, Verwaltungsbereich, Nutzerrollen
- Die Zahl der externen und internen Systeme, die angebunden werden sollen
- Die Tiefe des Designs: individuelle Grafiken, Animationen, mehrere Sprachen
- Was nach dem Start an Pflege und Support erwartet wird
Wie verändern Plattform und Entwicklungsansatz den Preis?
Ob die App in beiden großen Stores erscheint und ob sie aus einer Codebasis oder getrennt für jede Plattform gebaut wird, wirkt sich unmittelbar auf den Aufwand aus. Eine gemeinsame Codebasis verringert bei den meisten Apps die doppelte Arbeit. Für Funktionen, die sehr nah am Gerät arbeiten, etwa die erweiterte Nutzung von Kamera oder Sensoren, kann trotzdem plattformspezifische Arbeit nötig sein.
Das ist eine Frage des Bedarfs, nicht der Qualität. Eine Buchungs-App für eine Spa-Gruppe besteht überwiegend aus Standardbildschirmen und eignet sich für eine gemeinsame Codebasis. Eine App, die aufwendige Grafik oder tiefen Gerätezugriff braucht, kann eine andere Wahl verlangen. Der passende Ansatz sollte samt Begründung im Angebot stehen.
Warum sind Serverseite und Anbindungen ein eigener Kostenpunkt?
Die Bildschirme, die ein Nutzer sieht, sind nur ein Teil einer App. Dahinter laufen ein System, das Daten speichert, ein Bereich, der Inhalte verwaltet, und eine Sicherheitsschicht. In vielen Angeboten werden nur die Bildschirme gezählt, und die Serverseite fehlt entweder oder taucht später als zusätzlicher Posten auf.
Auch die Zahl der Anbindungen zählt. Jede Verbindung nach außen bringt eigene Regeln mit und braucht gesonderte Tests: ein Zahlungsanbieter, ein E-Mail- oder SMS-Dienst, ein Lagersystem, ein CRM. Muss die App des Außendienstes eines Herstellers von Bodenbelägen mit einer vorhandenen Lagersoftware sprechen, besteht der größte Teil der Arbeit darin, diese Verbindung zuverlässig zu machen.
Der Verwaltungsbereich ist ein weiterer Posten, der oft vergessen wird. Wird eine Oberfläche gebraucht, um Inhalte oder Nutzer zu verwalten, sollte sie als kleines eigenes Produkt bepreist werden.
Auf welche versteckten Posten sollten Sie im Angebot achten?
Ein versteckter Posten ist meist keine böse Absicht, sondern ein Thema, zu dem das Angebot schweigt, und Schweigen kommt später als zusätzliche Rechnung zurück. Stellen Sie vor der Unterschrift sicher, dass die folgenden Punkte schriftlich festgehalten sind.
- Wer die monatliche Last dauerhaft laufender Dienste wie Server, Datenbank und Benachrichtigungsdienst trägt
- Auf wessen Namen die Entwicklerkonten der Stores angelegt werden und wer sie bezahlt
- Ob Verwaltungsbereich und Serverseite im Umfang enthalten sind
- Der Umfang der Tests und wie viele Korrekturrunden enthalten sind
- Wie der Quellcode und alle Zugangsdaten übergeben werden
- Der Umfang der Wartung nach dem Start, die Kompatibilität mit dem Betriebssystem und die Fehlerbehebung
Welche Fehler passieren bei der Budgetierung einer App häufig?
Der erste Fehler ist, nur für die erste Version zu planen. Nach dem Start erzeugen Updates des Betriebssystems, die Erneuerung von Bibliotheken und Rückmeldungen der Nutzer weiter Arbeit. Ein Budget ohne Spielraum für die Pflege lässt die App innerhalb eines Jahres veralten.
Der zweite Fehler ist, alles in die erste Version zu pressen. Mit wachsendem Umfang steigen Kosten und Risiko, dabei zeigen echte Nutzungsdaten später, wie wichtig die meisten Funktionen sind. Der dritte ist, nur das niedrigste Angebot zu wählen. Ein niedriger Betrag bedeutet oft, dass Serverseite, Tests oder Pflege weggelassen wurden. Der vierte ist, die Konten und den Code beim Entwickler zu lassen.
Wann ist eine individuelle App die falsche Investition?
Nicht jedes Bedürfnis verlangt eine individuelle App. Lesen Nutzer nur gelegentlich Informationen und brauchen keine Gerätefunktionen, ist eine gut gebaute mobile Website oder Web-App ein weit wirtschaftlicherer Weg. Auch wo eine fertige Lösung den größten Teil des Bedarfs abdeckt, kann eine Individualentwicklung überflüssig sein.
Der Maßstab: Deckt der Wert, den die App liefert, sowohl den anfänglichen Aufwand als auch die laufende Pflege? Ist die Antwort unklar, ist es sinnvoll, die Reaktion der Nutzer zuerst mit einer ganz kleinen Version zu messen. Um zu sehen, wie sich Ihre bestehende Website auf dem Smartphone schlägt, gibt Ihnen unser Website-Speed-Test kostenlos einen ersten Eindruck.
Die Kosten einer mobilen App sind die Summe aus Funktionen, Plattform, Serverseite, Anbindungen, Designtiefe und Pflege, und ein gutes Angebot führt sie einzeln auf. Vergleichen Sie Angebote nach Umfang statt nach Endsumme und lassen Sie sich Serverseite, Kontoinhaberschaft und Pflege schriftlich geben. Wenn Sie das Budget für Ihre App-Idee gemeinsam ausarbeiten möchten, können Sie mit rabbitclip ein Kennenlerngespräch vereinbaren.
Häufige Fragen
Warum schwanken die Kosten einer mobilen App so stark?
Weil die Kosten dem Umfang folgen. Zahl der Funktionen, Plattformen, Serverseite, Anbindungen und die erwartete Pflege sind in jedem Projekt verschieden.
Warum sollte im Angebot gesondert nach der Serverseite gefragt werden?
Die Bildschirme, die ein Nutzer sieht, sind nur ein Teil der App. Fehlen Datenspeicherung, Verwaltungsbereich und Sicherheit im Angebot, können sie später als zusätzliche Posten auftauchen.
Entstehen nach der Veröffentlichung der App weitere Kosten?
Ja. Kompatibilität mit dem Betriebssystem, die Erneuerung von Bibliotheken, Serverdienste und Fehlerbehebung brauchen laufende Aufmerksamkeit. Das sollte von Anfang an eingeplant werden.
Verdoppelt die Entwicklung für zwei Plattformen die Kosten?
Nicht unbedingt. Eine gemeinsame Codebasis kann doppelte Arbeit verringern, auch wenn gerätespezifische Funktionen plattformspezifischen Aufwand verlangen können. Die Begründung sollte im Angebot stehen.
Wie vergleiche ich App-Angebote?
Schauen Sie vor der Endsumme auf den Umfang: Funktionsliste, Serverseite, Anbindungen, Tests, Kontoinhaberschaft, Code-Übergabe und Pflege. Schreiben Sie dieselben Posten nebeneinander, dann wird der Unterschied sichtbar.
