DNS (Domain Name System)
Kurzdefinition
DNS ist das verteilte Nachschlagesystem, das Domainnamen in die tatsächlichen IP-Adressen von Servern im Internet übersetzt.
Tippt ein Besucher eine Domain in den Browser ein, ermittelt DNS, zu welchem Server dieser Name gehört, und leitet die Verbindung dorthin. Das geschieht in Sekundenbruchteilen und bleibt meist unsichtbar.
DNS-Einträge liegen nicht an einem Ort, verschiedene Eintragstypen übernehmen unterschiedliche Aufgaben. Ein A-Eintrag zeigt auf die Website, ein MX-Eintrag leitet E-Mails, ein TXT-Eintrag trägt Prüfungen wie SPF.
Eine DNS-Änderung wirkt nicht sofort, sie verbreitet sich über das Netz in einem Vorgang namens Propagation, der Stunden dauern kann. DNS wird meist über den Domain-Registrar oder das Hosting-Panel verwaltet.
Anstatt einfach abzuwarten, lässt sich ein DNS-Eintrag über ein browserbasiertes Abfragewerkzeug oder den von technischen Teams genutzten Befehl dig direkt von außen prüfen und zeigt, was gerade weltweit sichtbar ist. Bei einer Migration ist das der praktische Weg, um zu bestätigen, ob sich eine Änderung tatsächlich schon verbreitet hat, statt es einfach anzunehmen.
Warum es wichtig ist
Fehlerhaft konfiguriertes DNS bedeutet, dass eine Seite nicht lädt, E-Mails nicht ankommen oder Traffic still auf einen alten Server zeigt. Bei einem Umzug oder einer Verlängerung ist das korrekte Kopieren der DNS-Einträge die einzige Garantie für einen unterbrechungsfreien Wechsel.
Beispielszenario
Eine Spa-Kette prüfte vor einem Hosting-Wechsel ihre DNS-Einträge, der Umzug erfolgte mittags, und Kunden bemerkten keinerlei Ausfallzeit.
